Polizeihauptkommissar (PHK) Heinz Flegel, vom Fachbereich Prävention der Polizeiinspektion Spree- Neiße, kam auf Einladung der Cottbuser Senioren Union. Im Fokus standen u.a. die Entwicklung der Kriminalstatistik, die Prävention gegen Einbruchdiebstähle und Trickbetrüger, aber auch die Auswirkungen der aktuellen Polizeireform.
PHK Flegel zeigt eine PilzkopfsicherungPHK Flegel begann mir der Darstellung und Auswertung der Kriminalstatistik in der Cottbuser Region, seit der Vereinigung. Dabei war die relativ hohe Zunahme der Straftaten in den ersten Jahren nach der Wende doch etwas schockierend. Die seit Mitte der 90iger Jahre zu verzeichnende Abnahme der Kriminalität ist - wie die lebhafte Diskussion zeigte - kein Grund zur Sorglosigkeit. Das wurde vor allem deutlich, bei den Reaktionen der Anwesenden bei den Ausführungen zur aktuellen Polizeistrukturreform.Die Veränderungen wurden - gelinde gesagt - nicht als optimale Entwicklung gesehen.
Viel Kritik gab es am ständigen Abbau der Polizeipräsenz in Brandenburg. Ebenso gab es erhebliche Zweifel, ob das Problem des Polizeinotrufes in Brandenburg auch nur annähernd optimal gelöst ist.
Die mitgebrachten Filme u.a. zum sogenannten Enkeltrick und Taschendiebstählen fanden Interesse. Dies wuchs besonders aber bei den Ausführungen des Polzeihauptkommissars zum besseren Schutz des Eigentums. Die Aufmerksamkeit wuchs besonders, als über effiziente Sicherungen von Türen und Fenstern z.B. mit Pilzkopfverriegelungen und abschließbaren Fenstergriffen gesprochen wurde.
Trotz der wertvollen Hinweise und des nachweislichen Rückganges der Kriminalität in Brandenburg, im Laufe der letzten Jahre, bleibt doch eine gewisse Skepsis in die Sicherheitslage der Bürger. Diese Skepsis ist besonders in der Grenzregion zu spüren. Von der gegenwärtigen Landesregierung - so unsere Einschätzung - ist durch den weiteren geplanten Personalabbau, nur eine weitere Verschlechterung der Situation zu erwarten.
www.berlin-institut.org/publikationen/gutachten/kriminalitaetsentwicklung-in-brandenburg.html