Besser mit den eingemeindeten Ortsteilen umgehen
Die früheren Gemeindearbeiter fehlen, dies sieht man deutlich an vielen kleinen ungepflegten Grünflächen und Randstreifen in Kiekebusch genauso wie in Dissenchen.
Wenn ein Sportplatzverantwortlicher wochenlang einem Rasentraktor hinterherlaufen muss, ein Ortsvorsteher zur Abklärung der Grünpflege über einen Monat keine Reaktion aus dem Rathaus erhält oder die Klärung, wer für die Ordnung im und um die Buswartehäuschen verantwortlich ist, Monate dauert, dann gibt es dringenden Handlungsbedarf.
„2014 sind nicht nur Kommunalwahlen, dann stehen auch die Wahlen für die Ortsbeiräte an“, gibt Prof. Schierack zu bedenken. Doch wenn sich ein Ortsvorsteher oder eine Ortsvorsteherin von ihren Mitbürgern sagen lassen muss, nicht einmal ihr werdet im Rathaus richtig ernst genommen, wer wird dann noch für diese ehrenamtlichen Funktionen kandidieren?
Wir haben in der Stadtverwaltung eine Hand voll hauptamtliche Beauftragte, sogar eine Sachbearbeiterin für Bürgeranliegen. Aber es scheint keinen zentralen Ansprechpartner und Problemabwickler für alle Anliegen der gewählten Ortsvorsteher in den eingemeindeten Ortsteilen zu geben. Noch immer müssen diese Ortsvorsteher wegen unterschiedlichen Problemen zu verschiedenen Stadtverwaltungsmitarbeitern Kontakt herstellen.
„Hier Abhilfe zu schaffen ist in erster Linie mal keine Kostenfrage, sondern eine Strukturfrage samt Legitimation innerhalb der Verwaltung“, so Schierack .