Sommertour macht Station in Kiekebusch
„Die eingemeindeten Orte sind immer das Eingangstor zur Stadt Cottbus“, sagte der Kiekebuscher Ortsbürgermeister Christian Seddig. Damit spielte er auf die Zusammenarbeit mit der Verwaltung der Stadt an. Den Kiekebuscher ärgert die Art und Weise, wie mit den eingemeindeten Orten umgegangen wird. Insbesondere ist die Bereitstellung der finanziellen Mittel unzureichend. Außerdem sollen, nach dem Willen der Stadtverordneten, nur Feste und Veranstaltungen in dem 1300 Einwohner zählenden Stadtteil durchgeführt werden. Investitionen bleiben außen vor.
Dabei gibt es zahlreiche Unzulänglichkeiten in der Pflege des öffentlichen Grün. „Früher hatten wir einen Gemeindearbeiter, der auch Ansprechpartner für die Ortsbürgermeister gewesen ist“, erklärte Seddig. Heute laufen sich die ehrenamtlichen Bürgermeister einen Wolf in der Verwaltung, ehe sie mit ihren Problemen Gehör finden. Schon seit drei Monaten warten die Kiekebuscher auf Nachrichten aus dem Rathaus. „ Das ist kein Einzelfall“, sagte Seddig.
Auch wünsche sich der Kiekebuscher Ortsbürgermeister, dass die Verantwortlichen vor Ort bei Gefahren, wie das Hochwasser der Spree, in die Entscheidungen des Katastrophenstabes einbezogen werden.
Dr. Klaus-Peter Schulze, der auch Spremberger Bürgermeister ist, erzählt aus seinen Erfahrungen. In Spremberg sei es so, dass die Ortsbeiräte einen Ansprechpartner im Rathaus haben, der die Probleme aufnimmt und dann sich in der Verwaltung um die Klärung kümmert. „ Wir haben durchweg gute Erfahrungen gemacht und die Arbeiten, unter anderem zur Pflege der kommunalen Anlagen in den Ortsteilen, werden somit auch koordiniert.
In Punkto Investitionen bemerkt Schulze, dass weit über 8 Millionen Euro in die Spremberger Ortsteile zur Verbesserung der Infrastruktur geflossen sind. Zahlreiche Kindergärten, Schulen und Straßen sind somit saniert worden.
Michael Schierack nahm diese Sorgen Ernst und wird sich um eine Klärung mit dem Rathaus bemühen. Entsprechende Antworten stehen noch aus.
Als Fazit aus den Gesprächen der Sommertour fasste unser Landtagsabgeordnete Michael Schierack zusammen: „ Mir ist es wichtig, dass ich die Menschen, welche sich aktiv in die Gesellschaft einbringen, auch persönlich kennenlerne.“