CDU Kreisverband Cottbus

Klare Position zur BTU seitens unserer Fraktion im Cottbuser Stadtparlament

Protest: jetzt zu Fuß nach Potsdam, Uni-Retter im Staffellauf zum Landtag / Dort hat das Thema wenig Lobby

Neben vielen weiteren Themen, wurde in der heutigen Sitzung der CDU/FLC-Fraktion zum wiederholten Male auch über das Thema Zwangsfusion diskutiert. Hagen Strese bekräftige seine Worte vom Dienstag (s.u.) und wird diese auch am Mittwoch in der Stadtverordnetenversammlung wiederholen: Die Fraktion von CDU und Frauenliste Cottbus widerspricht den Aussagen des Oberbürgermeisters Frank Szymanski (SPD) der behauptete die Forderungen der Stadtverordneten seinen erfüllt. Oberste Forderung war, ist und bleibt der Erhalt beider Einrichtungen sowie eine ergebnisoffene Diskussion über die Zukunft der Lausitzer Hochschulen mit den Betroffenen.

Der Märkische Bote schrieb dazu...
Cottbus (h). Schrille Pfiffe und Sprechchöre: „Wir sind wütend, wir sind laut, weil man uns die Uni klaut!“ hallt es über den Altmarkt. Wütend und wild entschlossen wirken die Protestierer. Sie wollen nun sogar a
m 23. oder 24. Oktober zu Fuß nach Potsdam gehen, um der Volksinitiative Nachdruck zu geben. Ein Staffellauf soll das werden. Freiwillige werden gesucht, die sich einreihen. Denn jetzt während der vorlesungsfreien Wochen ist das energische Häuflein geschrumpft. Unterstützung von Cottbusern, die nicht direkt zur Uni gehören, gibt es kaum.
Allerdings: Es gibt 42 000 Unterschriften gegen eine Uni-Neugründung. Prof. Christoph Egbers (Strömungsphysik), der besonders wütend über die Ignoranz der Politik ist, versichert: „Es gibt kein Beispiel dafür, dass die Fusion einer leistungsfähigen Technischen Hochschule mit einer Fachhochschule Nutzen bringt.“ Er findet es gut, dass die FHS praxisnah in Medizinfächern ausbilden wird. „Aber dann passt sie erst recht nicht zu uns.“ Es gehe der Potsdamer Politik einzig um das Hineinregieren in die Cottbuser Uni - ein Angriff auf die Freiheit der Lehre. Egbers ist international anerkannter Wissenschaftler, so wie einige Kollegen auch, die sich auf der Mosquito-Terrasse bei Kaffee abreagieren. Sie blicken finster. Cottbus beginnt unattraktiv für manche zu werden.
Ministerpräsident Platzeck hat wenig Luft gelassen: Der Fahrplan der Fusion sei klar. Es gebe nun nach dieser Cottbuser Beratung einen endgültigen Zeitplan dafür.
 Geholfen hat ihm der Positionswechsel von Oberbürgermeister Frank Szymanski (SPD), der sich öffentlich für die Schritte der Landesregierung aussprach, weil er wichtige Teile seiner Forderungen erfüllt sehe. Die Stadtverordneten, sagte er, wisse er einheitlich hinter sich.
Dagegen verwahrte sich Hagen Strese (CDU). Die Stadtverordneten hätten ganz im Gegenteil einmütig die Erhaltung der BTU gefordert. Und dabei bleibe es, soweit er das überblicke. Die Stadtverordneten tagen am kommenden Mittwoch. Dort soll sich der OB in seinem Bericht erklären, sagt Strese. Die Fusionsgegner werden zahlreich als Zuhörer dabei sein.
 
(Quelle: Märkischer Bote vom 22.09.12)