Aktuelle Stunde zur Hochschulpolitik
Die Cottbuser Stadtverordneten beschäftigten sich in ihrer zurückliegenden Sitzung in einer Aktuellen Stunde mit der Zukunft der BTU Cottbus.
Für die Fraktion CDU/Frauenliste sprach Christine Giesecke. Sie sagte: “Die Landesregierung hat uns eine ergebnisoffene Diskussion versprochen, hält aber an ihren Zielen fest.“ Vorausgegangen war eine Aussage des Regierungsbeauftragten Dr. Thomas Grünewald, der eine Zusammenlegung der BTU Cottbus und der Hochschule Lausitz in Senftenberg für unausweichlich hält. Konkrete Aussagen zur Struktur erwähnte Grünewald nicht. Vielmehr versuchte er zu verschleiern und vieles im Unkonkreten zu belassen. Damit folgt er seiner Ministerin Prof. Kunst, die schon im März sämtliche andere Meinungen ignorierte.
Christine Giesecke betonte: “Die Lausitzer lassen sich nicht willkürlich ein Hochschulmodell überstülpen.“ Vor dem Sitzungssaal präsentierte sich die Volksinitiative "Hochschulen erhalten". Die CDU setzte durch, dass der Sprecher der Initiative, BTU-Student Jasper Schwenzow, vor dem Parlament reden durfte. Er konnte den Cottbuser Stadtverordneten mitteilen, dass bereits 20.900 Unterschriften gesammelt wurden. In einer begeisterten Rede warnte er vor gefährlichen Experimenten in der Hochschulpolitik und der Zerschlagung der BTU, als einer der größten Arbeitgeber der Region und Heimat von 10.000 Studierenden und damit Cottbusern.
Die CDU Cottbus gratuliert den Initiatoren der Volksinitiative hiermit zum Erreichen des nötigen Quorums nach gerade einmal knapp vier Wochen. Viele ehrenamtliche Helfer waren in den letzten Wochen Tag und Nacht unterwegs um Unterschriften zu sammeln und Aktionen zu planen. Die CDU Cottbus und viele ihrer Mitglieder trugen durch Unterschriftsammlungen zum Erfolg bei, auch in der Geschäftsstelle liegen die Listen aus. Wenngleich der Beauftragte der Rot-Roten Landesregierung nur ein müdes Lächeln für soviel bürgerliches Engagement übrig hat, ist es für uns ein Stück gelebte Demokratie und ein klares Zeichen, dass sich die Cottbuser nicht alles aus Potsdam gefallen lassen.