CDU Kreisverband Cottbus

Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag der Reichskristallnacht 1938

Am 9. November 2008 fand in Cottbus eine in der Presse angekündigte Gedenkveranstaltung statt. Sie begann mit einer Ansprache vor dem Gedenkstein in der Karl-Liebknecht-Straße und führte an Stätten jüdischen Wirkens vorbei. Die Feierstunde u. a. mit der Aufführung des Mauthausenzyklus von Mikis Theodorakis und das stille Gedenken an die zahlreichen Opfer, auch der Jüdischen Gemeinde in Cottbus, gaben den würdigen Abschluss.
Während des Spazierganges kamen die Teilnehmer auch an der 1988 an der Westseite des Kaufhauses „Galeria Kaufhof“ angebrachten Gedenktafel vorbei. In Gesprächen kam Unverständnis darüber zum Ausdruck, dass diese in einem wenig erfreulichen Zustand wäre. Man hätte erwartet, dass auch dieser Hinweis auf jüdisches Leben in den Vorbereitungen Berücksichtigung finden würde, zumal es anläßlich des Geschichtsstammtisches im Oktober bereits Hinweise auf die Existenz gab.

Die Tafel wurde auf Anregung des damaligen Pfarrers der Klosterkirche, Helmut Gröpler, und auf Initiative des Kreisverbandes Cottbus der CDU im Zusammenwirken mit der Stadtverwaltung realisiert. Der damalige Kreissekretär der CDU hat auch den Ausspruch des Rabbiners Riesenburger herausgesucht und vorgeschlagen.

Inzwischen gab es am 10. des Monats ein Telefonat zwischen dem Vorsitzenden des Kreisverbandes der Senioren-Union der CDU Cottbus und der Geschäftsleitung des Kaufhauses. Darin boten sich die Senioren an, die Gedenktafel zu reinigen. Die Geschäftsleitung sagte die Übernahme der Reinigung innerhalb der nächsten zwei Wochen zu. Dafür sei ihr auch im Namen interessierter Menschen von fern und nah danke gesagt.

A.-D. Ehrlichmann