CDU Kreisverband Cottbus

Pressemitteilung der Senioren-Union 38/2008:

Fachärzteversorgung bei Heimbewohnern verbessern!

Der Bundesvorsitzende der Senioren-Union der CDU Deutschlands, Prof. Dr. Otto Wulff, hat sich für eine intensivere Fachärzteversorgung bei Pflegeheimbewohnern ausgesprochen. In ihrem "Pflegereport 2008" hatte die Gmündener Ersatzkasse in diesen Tagen festgestellt, dass es in der Mehrzahl der deutschen Pflegeheime an einer ausreichenden Betreuung durch Augen- und Zahnärzte, Orthopäden, Psychiatern und Neurologen mangele. "Solange die Krankenkassen-Budgets solche Besuche durch Fachärzte unattraktiv machen, wird sich hier nichts ändern“, sagte Wulff heute in Berlin. "Deswegen müssen die Vergütungssätze dringend dem Bedarf angepasst werden!"
Der CDU-Senioren-Chef forderte gleichzeitig stärkere Mitspracherechte der Heimbewohner. Wulff nannte in diesem Zusammenhang das gerade verabschiedete nordrhein-westfälische Heimgesetz, das den Menschen in Heimen deutlich verbesserte Mitbestimmungsrechte einräumt, u. a. bei der Gestaltung der Hausordnung, der Freizeitaktivitäten bis hin zur Speiseplanung. "Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat mit diesem Wohn- und Teilhabegesetz ein Vorbild auch für andere Bundesländer geschaffen“, betonte Wulff, der auch Mitglied des CDU-Bundesvorstands ist.

Nach dem neuen NRW-Heimgesetz sind die Anforderungen an die Wohnqualität in Betreuungseinrichtungen erheblich heraufgesetzt worden. Neben dem Verbot von Mehrbettzimmern findet sich in diesem Gesetz auch eine Bestimmung zur Ausweitung der Einzelzimmerquote. "Nordrhein-Westfalen hat damit die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass auch in einem Pflegeheim ein weitgehend selbstbestimmtes Leben möglich ist“, hob Wulff hervor.